JACKEN & MÄNTEL

"Almost every man looks more so in a belted coat?, sagte einst der amerikanische Journalist Sydney J. Harris. Recht hat er - denn tatsächlich ist ein Mantel oder eine Jacke der entscheidende Game-Changer eines jeden Outfits. Unabhängig von Saison, Geschlecht oder Stil.

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JACKEN X MÄNTEL  - ÜBERLEBENSHELFER UND STATUSSYMBOL

Das Wort Mantel wird aus dem lateinischen "mantellum" abgeleitet und bedeutet Hülle und Decke. Doch das ist nur eine der vielfältigen Funktionen des Outdoor-Pieces. Kaum ein Kleidungsstück ist so wichtig wie ein Mantel oder eine Jacke. Sie sind gleichzeitig Überlebenshilfen (man denke nur an Sankt Martin), Schutzschild (siehe die legendären wetterfesten Winterjacken von Descente Allterrain) und Eindruckschinder (im Burberry-Trenchcoat wird einem jede Tür aufgehalten). Doch besonders letzteres war nicht immer so. Im Deutschland des 18. Jahrhunderts waren Mäntel bloße Umhänge, die am Hals zusammengebunden wurden. Erst im 19. Jahrhundert hielten sie Einzug in die Mode - und wurden prompt zum Statussymbol des eigenen Reichtums. Perlenstickereien, Pelzkrägen, prunkvolle Stoffe zeigten, welchen Status jemand innehatte. Ende des 19. Jahrhunderts war es dann so weit: Mäntel und längere Jacken wurden Teil der alltagstauglichen Oberbekleidung, die auch bei Frauen (endlich waren Röcke kürzer und Kleider schmäler) zur Norm wurde.

MÄNTEL UND JACKEN: AUS LACK, LEDER, WOLLE UND PVC

Das Chamäleon unter den Kleidungsstücken - so vielfältig sind die Materialien und Stoffe. Ein Mantel unterscheidet sich von einer Jacke prinzipiell nur in seiner Länge. Und die wiederum ist stark von Schnitt, Stil und Saison abhängig. Denkt man bei einem typischen Mantel zunächst an ein aus fester Wolle gewebtes knielanges Winter-Bekleidungsstück, dass sich mit einem Taillengürtel oder Knöpfen vorne schließen lässt, so merkt man schnell: Kein Kleidungstück ist vom Material her so vielfältig wie Mäntel oder Jacken. Neben klassischen Trenchcoats, die gewöhnlich aus fester Baumwollgabardine bestehen, auffälligen Pelzmänteln aus echtem Fell oder (zum Glück mittlerweile auch in der Haute Couture Standard) Fake Fur, Regenjacken aus wasserabweisenden synthetischen Materialien, robusten Jeansjacken aus Denim, sowie gefütterten Daunenjacken, zeigen Mäntel aus Lack und Leder: Es herrscht kreative Grenzenlosigkeit der materiellen Umsetzung.

JACKENFORMEN VS. MANTELTYPEN - TRENCHCOAT, CABAN X PARKAS

Ebenso vielfältig kommen bei Mänteln und Jacken die Schnitte daher. Die Namen der wichtigsten Mantel- und Jackenschnitte haben die unterschiedlichsten Geschichten. Der sogenannte Trenchcoat zum Beispiel verdankt seine Beliebtheit dem Modelabel Burberry. Der knielange Übergangsmantel mit Kragen, Schulterklappe und Taillengürtel gehört mittlerweile so gut wie zur DNA des englischen Designerlabels, das dem Piece mit seinem berühmten karierten Innenfutter und beiger Gabardine als Außenstoff zum unschlagbaren Klassiker der Outdoorbekleidung gemacht hat. Doch wer weiß, dass "trench" eigentlich für die Schützengräben steht, in denen Soldaten zu Beginn des 19. Jahrhunderts genau solche Mäntel trugen? Auch die lässigen, mit Taschen und Kapuze versehenen Parkas haben ihren Ursprung im Militär. 1960 wurden sie als Zeichen der Revolte gegen den Militarismus getragen - heute sind sind sie im Alltag eine praktische Übergangsjacke. Einen weitaus romantischeren Name tragen Capes. Diese Mantelvariante zum Beispiel lässt einen sofort an das Märchen "Rotkäppchen" denken - die weiten ausgestellten Mäntel werden wie ein Umhang übergeworfen und haben oft seitliche Schlitze für Hände und Arme. Der sportliche Duffle-Coat hingegen ist auf den Stoff zurückzuführen, aus dem er besteht: "Düffel" ist ein berühmter schwerer Wollstoff aus der belgischen Stadt Duffel, der gerne mit Knebelverschlüssen in Horn- oder Holzoptik verziert wird. Besonders bekannt (und beliebt) ist der dreiviertellange Mantel, da er eines der wenigen Modelle ist, die noch mit einer Kapuze versehen sind. Auch der "Caban", eine beliebte halblange Jacke für Herren, lässt vom Namen her auf ihren Ursprungsort und das verwendete Material zurückschließen. Der kurze Mantelklassiker mit Kragen und Knopfleiste vorne wurde damals für bretonische Fischer entworfen, die ihn dem ursprünglich dafür verwendeten weißen Stoff nach "Kap Gwenn" nannten.

MÄNTEL, SPORTLICHE DAUNENJACKEN UND GEHYPTE ÜBERGANGSJACKEN

Neben Burberrys kultigen Trenchcoats haben heute auch andere Mäntel- und Jackenmodelle Kultstatus erreicht. So gelten die berühmt-berüchtigten caramelfarbenen Camel Coats des italienischen Labels Max Mara als ein Must-Haves eines jeden Modemenschen. Die langen, weichen Mäntel stehen für zeitlose Eleganz, die stilvoll vor Kälte schützt. Im Zuge des Athleisure-Trends bekamen diese allerdings in den letzten Saisons mit übergroßen Daunenjacken ordentlich Konkurrenz aus der Sportszene. Sportgiganten wie Adidas, Nike oder The North Face hatten die voluminösen Jackenmodelle schon immer im Sortiment - Designerlabels wie Balenciaga, MSGM und Proenza Schouler brachten sie mit Logo-Aufdrucken, knalligen Farbakzenten und neuen Shapes auf den Laufsteg und lösten so einen Hype um die sportlichen Jacken für Damen wie für Herren aus. Die Sommerversion der sportlichen Winterjacken ließ natürlich nicht auf sich warten: Trainingsjacken und Windbreaker von Nike, Reebok & Co. halten sich nach wie vor auf der Must-Have-Liste der Fashion-Vorreiter.

JACKEN UND MÄNTEL - SO GETRAGEN X KOMBINIERT

Wie kombiniert man die Vielfalt an Mänteln und Jacken am besten? Als Grundregel gilt: je länger und wärmer der Mantel, desto stärker dominiert er das ganze Outfit. So reicht bei einem taillierten, langen Mantel aus fester edler Wolle sowohl bei Männern als auch bei Frauen eine Jeans und ein schlichtes Oberhemd, um sofort einen eindrucksvollen Look zu kreiieren. Bei Jacken - insbesondere bei Winterjacken - ist das anders. Gewöhnlich kürzer geschnitten als Mäntel, verhüllen sie nicht, was man darunter trägt und erfordern so eine ausgeklügelte Kleider-Komposition. Das wiederum gibt ordentlich Spielraum, um sich modisch auszutoben. Sportliche Daunenjacken zu zarten Flatterkleidern oder rockige Lederjacken über Hoodies zeigen: Stilbrüche sind erwünscht. Die einzige Ausnahme, wenn es um klassisches Matching geht: Jeansjacken zu Jeanshosen waren nicht nur in den 80ies angesagt - sie sind es im Zuge des Retro-Revivals in der Mode auch heute mehr denn je.

TRAININGSJACKEN - WEIT MEHR ALS ÜBERGANGSJACKEN

Die Streetstyles der Modehauptstädte beweisen jedoch: Klassische Trenchcoats, kultige Lederjacken oder lässige Übergangsjacken wie Parkas hin- oder her, der Hype dreht sich derzeit vor allem um sportliche Trainingsjacken. Längst haben sie traditionelle Jeansjacken bei Herren und Blazer, Cardigans oder leichte Jacken für Damen von der Rangliste verdrängt. Heute gilt: Was funktional und ein bisschen retro ist, hat zehnfachen Stilfaktor. Besonders vielseitig kombinierbar sind Trainingsjacken wie die  Champion Peached Feel Crinkle für Herren - mit dem sportlichen Collegeschnitt und den leuchtenden Farben sowie dem übergroßen Logodruck machen sie Basic-Looks aus Shirt und Jeans zum Hingucker und geben schicke Outfits aus Hemd und Stoffhose einen lässigen Touch. Bei Jacken für Damen gilt hier das Copy-Paste-Prinzip - wer jedoch Lust hat auf mehr, greift anstatt zu kurzen Übergangsjacken zu überlangen leichten Anoraks wie der Nike Sportswear Swoosh Damen Jacke, die mit ihrem leicht transparenten Material verrät, was man darunter trägt. Lässig, praktisch, très en vogue. Entdecke jetzt auch du deine neue Lieblingsjacke im innovativen Keller x Sortiment.

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